Donnerstag. Spätestes an diesem Tag wollen starkt gestresste Singles das Wochenende strukturieren. Fakt ist: Wetter ist schön, zur Wahl stehen also Golf und Motorrad. An der Frau rumspielen ist nicht, da selbige leider auf Dienstreise in Australien weilt. Gegen eine Platzrunde am Golfplatz spricht das Wetter. Wenn die Sonne so richtig lacht, ist der Platz nämlich komplett überfüllt, da spiele ich lieber bei Sauwetter oder im Winter.
Also Motorrad. Montag und Dienstag habe ich auch noch frei, einer ernsthaften Tour steht also nichts im Wege. Es soll nach Wien gehen, eben bemühte ich den Routenplaner von google. Wohl die beste Applikation ihres Faches, dagegen bieten Via Michelin oder Falk einfach nur Schrott.
Betrachtet man die Tour über Autobahnen, ist der Weg ganz schön lang, mehr als 1100 Kilometer. Hamburg, Hannover, Harz, Kassel… in Würzburg scharf links, dann 600 Kilometer geradeaus bis Wien. Gähn… Bringt wenig Spaß, viel Reifenverschleiß, und keinerlei Abwechslung. Also schnell auf “Autobahnen vermeiden” geklickt. Siehe da, plötzlich führt der Weg über das Erzgebirge nach Tschechien und über Prag nach Wien. Klingt doch gleich wesentlich aufregender.
Freitag Abend bin ich noch mit einem Kumpel bei einem Weinseminar, schlafe mir dann meinen Rausch aus und mache mich am Samstag auf den Weg. Keine Ahnung, wie lange ich für den Trip benötige, eigentlich ist es mir auch egal. Hauptsächlich geht es mir um die Hauptrolle im eigenen Roadmovie.
Landschaften, Dörfer, Städte – sie ziehen alle vorbei und ergeben durch ihre Abwechslung einen Filmepos mit den spannendsten Sequenzen, wie es kein Kino vermag.
Die dicke BMW R1200GS ist bereits getankt und lauert vor der Tür. Morgen noch heftigst im Büro antreten, schöne Übergabeliste schreiben und ab die Post! Wird bestimmt ein trauhafter Trip. Man wird hier lesen.
Warst Du schon mal mit dem Motorrad in Wien? Wenn ja, wie war es?
Tags: BMW, BMW GS, BMW R 1200 GS, Falk, Golf, GS, Motorrad, Motorradtour, Platzrunde, Via Michelin, Wien