Jetzt also auch KTM, und zwar amtlich. Der Motorradbauer aus Mattinghofen in Österreich erlebte in den letzten Jahren unglaubliche Höhen und Tiefen, hier war alles extrem. orf.at, nicht gerade für seine Wirtschaftsexperten brachte es versehentlich auf den Punkt:
„KTM war in den vergangenen Monaten voll von der Krise erfasst worden und musste seine Produktionskapazitäten um 20 Prozent zurückschrauben. Per Ende Februar 2009 fuhr das Unternehmen 44,5 Mio. Euro Verlust ein, netto war der Motorradhersteller zu diesem Zeitpunkt bereits mit 290 Mio. verschuldet. Nach dem Abbau von 300 Beschäftigten wurden 733 Mitarbeiter bis August in Kurzarbeit geschickt.“
Jetzt mal ganz langsam: KTM war im Februar offensichtlich nahezu zahlungsunfähig. Das ist keine Selbstverständlichkeit und sollte einige kritische Fragen erlauben.
01. Wo sind die Gewinne aus den Goldgräbertagen der Vergangenheit?
02. Was wird aus dem X-Bow?
03. Will KTM echt eine staatliche Bürgschaft annehmen, als wenn das das Natürlichste auf der Welt wäre?
Erinnern wir uns an das Jahr 2000, als BMW für Rover Subventionen beantragte. Porsche fand das damals extrem unsportlich. Heute ist Porsche allerdings auch mehr als angeschlagen. So ändern sich die Zeiten…